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Das Team von Tres­con.

Die drei bes­ten Sourcer von Per­so­nal­dienst­leis­ter und Cor­po­ra­te Fir­men wur­den mit dem Active Sourcing Award im Rah­men der Zukunft Per­so­nal Euro­pe 2018 aus­ge­zeich­net. Nach Bewer­tung der Such­stra­te­gie und Pass­ge­nau­ig­keit der ein­ge­reich­ten Pro­fi­le gewann Danie­la Hei­nin­ger von Tres­con den ers­ten Platz in der Kate­go­rie Per­so­nal­dienst­leis­ter. Im Inter­view ver­rät sie Active Sourcing Tipps und teilt ihr Know-How.

Bevor wir tie­fer the­ma­tisch ein­tau­chen, wür­den wir uns freu­en, wenn du uns etwas zu dei­ner Per­son und dei­nem Wer­de­gang erzählst.

Auf­ge­wach­sen bin ich in Öster­reich, im schö­nen Salz­kam­mer­gut– hier absol­vier­te ich mei­ne Matu­ra im Fach­be­reich Infor­ma­ti­ons­ma­nage­ment und Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie an der Han­dels­aka­de­mie Bad Ischl. Anschlie­ßend arbei­te­te ich 5 Mona­te als Soft­ware-Tes­te­rin bei Por­sche Infor­ma­tik.

Nach die­ser Zeit fiel bei mir der Ent­schluss ein Stu­di­um zu absol­vie­ren – mein ers­ter Weg führ­te mich in die Päd­ago­gi­sche Hoch­schu­le Ober­ös­ter­reich, wo ich das Bache­lor­stu­di­um Infor­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­päd­ago­gik beleg­te, wel­ches ich mit dem Abschluss Bache­lor of Edu­ca­ti­on abge­schlos­sen habe. Danach war mir klar, dass dies noch nicht genug war – somit beleg­te ich noch das Mas­ter­stu­di­um „Kom­mu­ni­ka­ti­on, Wis­sen, Medi­en“ an der Fach­hoch­schu­le Ober­ös­ter­reich, Cam­pus Hagen­berg, wel­ches ich 2016, mit dem Abschluss Mas­ter of Arts in Soci­al Sci­en­ces, erfolg­reich been­de­te.

2017 habe ich die Tätig­keit des Sourcing Data Sci­en­tists und Soci­al Media Exper­ten bei der TRESCON Betriebs­be­ra­tungs­ge­sell­schaft m.b.H. über­nom­men.

Kurz zusam­men­ge­fasst – die IT beglei­tet mich bereits mein hal­bes Leben und wird mich hof­fent­lich in den nächs­ten Jah­ren genau­so her­aus­for­dern wie bis­her.


Wor­in siehst du die größ­ten Vor­tei­le von Active Sourcing?

Durch das Active Sourcing wird einem die Mög­lich­keit gebo­ten in vie­len gro­ßen Kan­di­da­ten­pools pas­sen­de Pro­fi­le zu fin­den und die­se idea­ler­wei­se für die vakan­te Posi­ti­on zu inter­es­sie­ren. Ein wei­te­rer Vor­teil liegt dar­in, dass durch die­se Metho­de vor allem auch gezielt Talen­te, Spe­zia­lis­ten oder auch Füh­rungs­kräf­te gefun­den wer­den kön­nen, wel­che sich nicht aktiv auf die Posi­ti­on bewer­ben wür­den.


Wie bist du selbst zum Sourcing gekom­men?

Im Zuge mei­ner Mas­ter­aus­bil­dung muss­te ich ein Mas­ter­pro­jekt, wel­ches sich über ein Jahr erstreck­te, durch­füh­ren. Die­ses hat­te das The­ma Active Sourcing beinhal­tet – damals für mich kom­plet­tes Neu­land. Die­ses Pro­jekt hat mir aber dabei gehol­fen, einen gro­ben Über­blick von der The­ma­tik Active Sourcing zu bekom­men.
Dies war die Grund­la­ge dafür, dass ich mei­nen Wer­de­gang in die­sem Bereich star­te­te.


Was bedeu­tet der Active Sourcing Award für dich?

Der Active Sourcing Award ist für mich und auch für mei­nen Arbeit­ge­ber eine Bestä­ti­gung, dass wir im Sourcing rich­tig vor­ge­hen.
Da ich selbst erst seit über einem Jahr im Bereich des Sourcings tätig bin, freut es mich umso mehr, dass ich bereits mit den erfah­re­nen Sourcern im deutsch­spra­chi­gen Raum mit­hal­ten kann.


Was sind dei­ne größ­ten Her­aus­for­de­run­gen im Recrui­t­ing-All­tag?

Bei den größ­ten Her­aus­for­de­run­gen gibt es eine kla­re Tren­nung – sehr schwie­rig ist es, die lau­fen­den Ände­run­gen im Sourcing zu berück­sich­ti­gen und das Team fir­men­in­tern dar­auf vor­zu­be­rei­ten und zu trai­nie­ren.

Die zwei­te gro­ße Her­aus­for­de­rung ist das Inter­es­sie­ren der Sourcing Kan­di­da­ten. Mit einem Stan­dard­an­schrei­ben wird meis­tens wenig erreicht – hier muss auf den/ie Kandidaten/in indi­vi­du­ell ein­ge­gan­gen wer­den – gera­de bei schwie­ri­gen Posi­ti­on oder auch bei Posi­ti­on, wo man bekann­ter­ma­ßen weiß, dass die Kandidaten/innen häu­fi­ge Anfra­gen bekom­men.


Wie berei­test du dich auf die­se Her­aus­for­de­run­gen vor und wel­che Lösungs­an­sät­ze hast du dafür?

Damit unser Sourcing Team (bis zu 10 Per­so­nen) immer auf dem aktu­ells­ten Wis­sens­stand ist, berei­te ich ein­mal im Monat ein Sourcing Trai­ning vor – hier wird jede Sourcing Platt­form und deren Pro­ble­me und Neue­run­gen bespro­chen. Es wer­den im Zuge die­ser Trai­nings auch Live-Übun­gen durch­ge­führt. Somit kann sicher­ge­stellt wer­den, dass das Team lau­fend den­sel­ben Wis­sen­stand besitzt und auch Pro­ble­me im Sourcing bespro­chen und gelöst wer­den kön­nen.

Regel­mä­ßig füh­ren wir auch Schu­lun­gen mit exter­nen Vor­tra­gen­den durch, sodass wir Ein­bli­cke auch außer­halb unse­rer Sourcing­welt erlan­gen.

Wir zuvor erwähnt, ist beim Inter­es­sie­ren von Kan­di­da­ten das Anschrei­ben von sehr gro­ßer Bedeu­tung. Ich muss mich mit dem Kan­di­da­ten aus­ein­an­der set­zen – die Ein­schät­zung ist sehr von Rele­vanz – will der Kan­di­dat vie­le Infor­ma­tio­nen im Anschrei­ben oder nur einen kur­zen Teaser. Für die­se Ana­ly­se ver­wen­de ich auch Tools, wel­che mir Tipps geben, wie ich die Kan­di­da­ten anschrei­ben kann.


Was sind dei­ne drei bes­ten Tipps, um im Active Sourcing erfolg­reich zu sein?

Tipp 1: Inten­si­ves Brie­fing mit dem Auftraggeber/Consultant – sodass der Sourcer einen per­fek­ten Über­blick über die Posi­ti­on bekommt und somit kei­ne Fra­gen beim Sourcing auf­tre­ten. In die­sem Zuge auch eine Can­di­da­te Per­so­na erstel­len.

Tipp 2: Genaue Sourcing­pla­nung – Wel­che Platt­for­men sind rele­vant für die Posi­ti­on?; Wel­che Key­words wären mög­lich? Hier­für eig­net sich eine krea­ti­ve Key­wor­d­su­che

Tipp 3: Zeit neh­men beim Sourcing und Anschrei­ben – man muss sich Zeit neh­men um die Pro­fi­le zu scree­nen eben­so wie für das Anschrei­ben, um die rich­ti­ge Anspra­che zu wäh­len und die Kandidaten/innen zu inter­es­sie­ren.


Was wür­dest du dir wün­schen, um dei­ne Arbeit zu erleich­tern?

Mein Wunsch wäre es, dass alle Sourcer den Echo­raum ver­mei­den. Unse­re Arbeit erleich­tert sich dadurch nicht, son­dern wir beschrän­ken unser Ergeb­nis dadurch extrem. Es wer­den uns nur noch Pro­fi­le ange­zeigt, wel­che häu­fig ange­klickt wer­den.
Rich­ti­ges Sourcing benö­tigt Zeit und die­se soll­ten sich auch die Sourcer neh­men, sodass wir wei­ter­hin erfolg­reich pas­sen­de Kandidaten/innen fin­den!