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Katharina Stiewe von Territory Embrace erhält den Active Sourcing Award.

Die drei besten Sourcer von Personaldienstleister und Corporate Firmen wurden mit dem Active Sourcing Award im Rahmen der Zukunft Personal Europe 2018 ausgezeichnet. Nach Bewertung der Suchstrategie und Passgenauigkeit der eingereichten Profile erzielte Katharina Stiewe von Territory Embrace den dritten Platz in der Kategorie Personaldienstleister. Im Interview verrät sie Active Sourcing Tipps und teilt ihr Know-How.

Bevor wir tiefer thematisch eintauchen, würden wir uns freuen, wenn du uns etwas zu deiner Person und deinem Werdegang erzählst.

Ich bin Katharina Stiewe, 26 Jahre alt und leite seit Januar 2018 das Active Sourcing Team bei Territory Embrace. Gestartet bin ich bei Territory im März 2017 als Talent Sourcing Specialist. Als Teil des Bertelsmann Konzerns sind wir bei Territory Embrace in einem vierköpfigen Team darauf spezialisiert unterschiedlichste Bereiche des Konzerns bei der Stellenbesetzung durch Active Sourcing zu unterstützen. Zudem arbeiten wir mittlerweile auch mit externen Kunden vom Mittelständler bis hin zum Großkonzern zusammen.
Studiert habe ich International Business Studies (Bachelor) an der Hochschule Hannover und dann berufsbegleitend ein Masterstudium in Human Resource Management an der FOM absolviert. Bevor ich zu Territory gekommen bin, habe ich 1,5 Jahre bei einem mittelständischen Audiotechnikhersteller im HR-Bereich gearbeitet.


Worin siehst du die größten Vorteile von Active Sourcing?

Durch Active Sourcing habe ich den großen Vorteil mit potenziellen Bewerbern in Kontakt zu kommen, die vielleicht noch gar nicht über einen Jobwechsel nachgedacht haben. Ich kann also durch Active Sourcing sehr gut den passiven Bewerbermarkt erreichen.
Zudem stelle ich in der Direktansprache auch immer direkt das Unternehmen vor, um das es geht, und nenne die Vorteile in diesem Unternehmen zu arbeiten. Daher zählt für mich als Vorteil auch die Steigerung der Bekanntheit eines Unternehmens und die Stärkung des Employer Brand als Nebeneffekt von Active Sourcing dazu.
Ein weiterer Vorteil ist sicherlich auch die Anreicherung meines Kandidatenpools mit potenziellen Bewerbern, die ich über Active Sourcing gewinnen konnte.


Wie bist du selbst zum Sourcing gekommen?

Ich habe mich schon sehr früh für das Themenfeld Recruiting interessiert, da es in meinen Augen ein sehr dynamisches Feld ist. Während meines Studiums schon habe ich mich damit befasst, dass das Recruiting aktuell einen starken Wandel durchläuft und Unternehmen mittlerweile neue Wege im Recruiting gehen müssen, um passende Bewerber zu bekommen. Active Sourcing war dabei ein Ansatz, der mir besonders ins Auge gefallen ist. Bei Territory habe ich die Möglichkeit diesen Ansatz zu verfolgen und ständig neue Ideen einzubringen.

Active Sourcing erfordert für mich kreative und innovative Ansätze, Zielgruppen Know-How aber auch gewisse Methodiken – genau diese Kombination macht einfach Spaß! Wenn man es dann auch noch schafft eine Position zu besetzen und sowohl Unternehmen als auch Kandidat zufrieden sind, ist das ein tolles Gefühl.


Was bedeutet der Active Sourcing Award für dich?

Es ist natürlich erst einmal eine große Ehre für mich und mein Team, diesen Award gewonnen zu haben. Der Award zeigt uns aber auch, dass wir mit Wettbewerbern ganz klar mithalten können und unser Vorgehen und unsere Methode die Richtige ist, um Stellen mithilfe von Active Sourcing erfolgreich zu besetzen.


Was sind deine größten Herausforderungen im Recruiting-Alltag?

Aktuell auf jeden Fall Entwickler zu finden, die wechseln möchten. Insbesondere das Interesse von Webentwicklern und Java-Entwicklern zu wecken, ist aktuell sehr herausfordernd.


Wie bereitest du dich auf diese Herausforderungen vor und welche Lösungsansätze hast du dafür?

Wir beobachten eigentlich ständig den Markt, um herauszufinden welche neuen Netzwerke oder Tools es vielleicht am Markt gibt, die sich für Active Sourcing eignen könnten. Zudem testen wir auch regelmäßig neue Netzwerke oder Methoden.
Wichtig ist auch Candidate Personas zu ermitteln, um unsere Zielgruppen überhaupt verstehen zu können.


Was sind deine drei besten Tipps, um im Active Sourcing erfolgreich zu sein?

1. Die richtige Auswahl an Kandidaten treffen. Nicht die breite Masse an Kandidaten anschreiben, die in irgendeiner Form auf die Stelle passen könnten, sondern die, die zu 99% auf die Stelle passen. Qualität vor Quantität!

2. Es ist wichtig sich mit der Zielgruppe zu beschäftigen (Wofür interessiert sich die Zielgruppe? Was ist ihr bei einem Jobwechsel besonders wichtig? Worauf kommt es an?)

3. Eine individuelle Ansprache vornehmen, die einzig auf einen bestimmten Kandidaten abgestimmt ist und einen Match zwischen den fachlichen Qualifikationen des Kandidaten und den Anforderungen der neuen Position herausstellt


Was würdest du dir wünschen, um deine Arbeit zu erleichtern?

Weniger Massenanschreiben an Kandidaten durch andere Personaldienstleister. Oftmals erhalten viele Kandidaten leider einfach nur Copy & Paste Nachrichten und weniger individuelle Nachrichten Das vergrault meiner Meinung nach viele potenzielle Bewerber. Gerade Dienstleister oder Headhunter sollten sich die Zeit nehmen individuell auf die Kandidaten einzugehen.

Zudem würde ich mir mehr offene oder auch wechselwillige Entwickler wünschen. Es wird einfach zunehmend schwerer überhaupt noch Entwickler für sich zu gewinnen, da zu viele Unternehmen & Dienstleister im gleichen Teich fischen und dazu noch den Interessen dieser Zielgruppe in der Direktansprache nicht ausreichend nachkommen. Folglich sind Entwickler genervt von den unzähligen Ansprachen und reagieren auf meine Nachricht gar nicht mehr.

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