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Neu­es Inter­view zum The­ma Active Sourcing & Recrui­t­ing. Alex­an­der R. Lenk, Grün­der und Eigen­tü­mer der West­Cher­ry­Hills Con­sul­ting war ein span­nen­der Gesprächs­part­ner. Mehr dazu im fol­gen­den Inter­view.

Bevor wir tiefer thematisch eintauchen, würden wir uns freuen, wenn du uns etwas zu deiner Person und deinem Werdegang erzählst.

Hal­lo, mein Name ist Alex­an­der R. Lenk und ich bin Grün­der und Eigen­tü­mer der  West­Cher­ry­Hills Con­sul­ting Co. in Chi­ca­go, IL. Nach Abschluss mei­ner Stu­di­en in Bos­ton (Ber­klee Col­le­ge of Music), Chi­ca­go (Kell­stadt Gra­dua­te School of Busi­ness) und Phil­adel­phia (The Whar­ton School) beschloss ich, mich in Ber­lin nie­der­zu­las­sen, da mich die Stadt und das mul­ti­kul­tures­se Flair gereizt hat­te. Der­zeit betreue ich außer­dem die Sales- und Custo­mer Suc­cess Abtei­lung bei einem erfolg­rei­chen Ber­li­ner Start­up und bin als Wirt­schafts­psy­cho­lo­ge und Gast­do­zent nach­wie­vor u.A. an der Gover­nors Sta­te Uni­ver­si­ty in Chi­ca­go tätig.

Sicherlich hast du auch schon vom “War for Talent” gehört. Vor welche Herausforderungen werden Recruiter und Unternehmen in den kommenden Jahren gestellt?

Man erkennt deut­lich, dass eine Ver­än­de­rung im Arbeits­markt ein­ge­tre­ten ist – das lässt sich nicht nur dadurch fest­stel­len, dass Begrif­fe wie ‚Per­so­nal-Mar­ke­ting’ immer häu­fi­ger die Run­de in den Medi­en und Fach­jour­na­len machen. Immer mehr jun­ge Men­schen wol­len stu­die­ren, wodurch Hand­werks­be­trie­be oder klas­si­sche Aus­bil­dungs­be­ru­fe bei­spiels­wei­se zuneh­mend bedroht wer­den. Im Bereich Tou­ris­mus und Gast­ge­wer­be lässt sich das wohl am deut­lichs­ten abbil­den. Mit Tur­no­ver-Rates von teil­wei­se über 60% p.a. fin­det hier der größ­te ‚War for Talents’ mei­ner Mei­nung nach statt.

Wir bewe­gen uns dahin, dass geeig­ne­te Kan­di­da­ten immer wert­vol­ler für Unter­neh­men wer­den, was die­sen auch wie­der­rum bewusst ist, sodass sich nun bereits Unter­neh­men bei poten­ti­el­len Arbeit­neh­mern bewer­ben und Unter­neh­men immer stär­ker dar­auf fokus­siert wer­den, gute Arbeits­kräf­te lang­fris­tig zu hal­ten – ein Trend den wir auch in Zukunft immer stär­ker in allen Berei­chen und Bran­chen (eini­ge aus­ge­nom­men) sehen wer­den mei­ner Mei­nung nach…

Wie bereitet ihr euch auf diese Herausforderungen vor und welche Lösungsansätze implementiert ihr gegenwärtig?

Natür­lich gilt es in aller­ers­ter Linie neue Wege zu gehen, sich dem digi­ta­len Zeit­al­ter anzu­pas­sen und inno­va­ti­ve Tools und Platt­for­men zu nut­zen, die gera­de die ‚smar­ten’ und umtrie­bi­gen jun­gen Men­schen zuneh­mend nut­zen um sich selbst einen Vor­teil gegen­über Mit­be­wer­bern zu ver­schaf­fen. Das anfangs erwähn­te Ber­li­ner Start­up ‚hoca­boo’ ist da so ein inno­va­ti­ver Weg­be­rei­ter…

Es holt die jun­gen Men­schen da ab, wo sie sich eh bereits 3,7 Stun­den am Tag befin­den – näm­lich an ihrem Smart­pho­ne! Ver­bun­den mit spie­le­ri­schen Nut­zungs­ei­gen­schaf­ten und einer genia­len neu­en Art und Wei­se sich ein­fach und mit Spaß für eine neue Kar­rie­re zu bewer­ben –  das sind die Wege, die wir in Zukunft alle gehen soll­ten um gene­rell auch am Arbeits­markt wie­der etwas zu bewe­gen und vie­len Men­schen eine neue Hoff­nung zu geben, dass es auch für Quer­ein­stei­ger über­all Mög­lich­kei­ten gibt eine Stel­le zu fin­den – das gilt bei­spiels­wei­se beson­ders in der Hotel­le­rie wie­der, da es dort über­all Schnitt­stel­len zu jedem Berufs­bild gibt!

Heute gibt es unterschiedlichste Methoden potentielle Mitarbeiter zu finden. Wie sucht ihr nach Personal und welche Methode bewertest du als am erfolgreichsten?

Wir set­zen, wie eben bereits erwähnt, auf neue Tools und Platt­for­men die inno­va­ti­ve Men­schen mit tech­ni­scher oder zumin­dest digi­ta­ler Affi­ni­tät anspre­chen. Dar­über hin­aus nut­zen wir natür­lich auch Recrui­t­ing-Ver­an­stal­tun­gen und Work­shops um Talen­te direkt vor Ort zu erken­nen und direkt anspre­chen zu kön­nen.

Was bedeutet für dich modernes Recruiting?

In aller­ers­ter Linie weg von ver­al­te­ten Struk­tu­ren – weg von der über­spitz­ten Förm­lich­kei­ten – hin zu kur­zen und direk­ten Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­gen und dem Schaf­fen einer Unter­neh­mens­kul­tur mit Mit­ar­bei­tern, die nicht nur auf­grund ihrer Erfah­rung und ihrer Qua­li­fi­ka­ti­on gut zuein­an­der pas­sen. Moder­nes Recrui­t­ing bedeu­tet die Wege zu ver­ein­fa­chen, War­te­zei­ten und Pro­zes­se zu ver­kür­zen und direk­ter zu gestal­ten – das spart nicht zuletzt am Ende des Tages auch sowohl dem Unter­neh­men als auch dem Bewer­ber Zeit und bares Geld!

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Welche Rolle spielt dabei Active Sourcing? / Welche Erfahrung hast du damit bereits gemacht?

Wie schon Anfangs erwähnt sehe ich es als immer wich­ti­ger an, dass die Bezie­hung und die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Arbeit­ge­ber und poten­ti­el­len Arbeit­neh­mern stim­men muss. Das bedeu­tet eben auch, dass Unter­neh­men aktiv auf Bewer­ber und Kan­di­da­ten aus dem exter­nen Arbeits­markt zuge­hen müs­sen anstatt dar­auf zu war­ten, was da so an Bewer­bun­gen rein kom­men könn­te. Ver­schie­de­ne Platt­for­men (dar­un­ter auch hoca­boo) haben das bereits erkannt und ver­fü­gen über ent­spre­chen­de Tools und vor-opti­mier­te Kan­di­da­ten-Lis­ten, auf wel­che Arbeit­ge­ber lang­fris­tig zugrei­fen kön­nen.

Außer­dem ist durch Active Sourcing auch auf lan­ge Frist sicher­ge­stellt, dass die Kan­di­da­ten als Per­son gut zu mei­nem Unter­neh­men pas­sen, wenn vor­ab bereits die Kom­mu­ni­ka­ti­on stimmt und bei­de Sei­ten ein gutes Gefühl haben.

Worin siehst du die Vor- und Nachteile von Active Sourcing?

Ein Nach­teil ist sicher­lich der Zeit-Fak­tor, da eine vita­le Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kul­tur gera­de in grö­ße­ren Unter­neh­men immer wie­der an Gren­zen stößt, weil der­zei­ti­ge HR-Abtei­lun­gen ein­fach nicht über genü­gend Per­so­nal ver­fü­gen um die­se aktiv leben und pfle­gen zu kön­nen. Sicher­lich aber auch nur eine Fra­ge der Zeit bis sich hin­sicht­lich die­ser Pro­ble­ma­tik Tools fin­den las­sen wer­den, die die­se Kom­mu­ni­ka­ti­on und ‚Bewer­ber-Pfle­ge’ ver­ein­fa­chen und auch für gro­ße Unter­neh­men ein bes­se­res Active Sourcing zugäng­lich machen.

Was für ein technische Möglichkeit würdest du dir wünschen, um deine Arbeit zu erleichtern?

Ich bin im All­ge­mei­nen ein gro­ßer Fan von Tools die einem immer glei­che und wie­der­keh­ren­de Auf­ga­ben im Day2Day Busi­ness erleich­tern…

Nur durch bes­se­re Struk­tu­rie­rung der eige­nen Arbeits­wei­se kann man Zeit gewin­nen und sich wie­der mehr auf wesent­li­che The­men wie Busi­ness Deve­lop­ment und die Akqui­se neu­er Pro­jek­te küm­mern. Ich den­ke die Tat­sa­che, dass es hun­der­te von Star­tups gibt, die sich genau sol­chen Tools und Gad­gets wid­men, gibt mir dahin­ge­hend Recht, dass wie­der mehr Zeit zu gewin­nen nach wie vor eines der wert­volls­ten Assets ist.

Abschließend noch eine Frage: Was macht dein Unternehmen so besonders?

Bei uns zu arbei­ten ist in der Tat nicht so ein­fach, da wir gene­rell kei­ne Bewer­bun­gen anneh­men, son­dern pro-aktiv auf erfolg­rei­che Bera­ter mit lang­jäh­ri­ger Berufs­er­fah­rung zuge­hen und ver­su­chen die­se anzu­wer­ben, wobei wir hier auch fast aus­schließ­lich poten­ti­el­le Kan­di­da­ten aus uns bereits bekann­ten Netz­wer­ken in Betracht zie­hen.

Einer­seits macht uns dies zu einem extrem star­ken Team in wel­chem wir unter­ein­an­der jedem zu 100% ver­trau­en kön­nen, ande­rer­seits erfor­dert die­se Art des Recrui­t­ing auch viel Zeit und Recher­che­ar­beit und der ‚Pool’ an mög­li­chen Kan­di­da­ten ist mit­un­ter extrem klein, da man nicht immer in der Lage ist ein tat­säch­lich bes­se­res Ange­bot als ande­re Mit­be­wer­ber unter­brei­ten zu kön­nen.

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