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Bevor wir tiefer the­ma­tisch ein­tauchen, wür­den wir uns freuen, wenn du uns etwas zu dein­er Per­son und deinem Werde­gang erzählst.

Als HR Leader ver­ant­worte ich HR für die IBM in der Region Deutsch­land, Öster­re­ich und der Schweiz. Bevor ich diese Rolle in 2015 über­nom­men habe bin ich durch viele HR Rollen gegan­gen, extern aus­gerichtete als Con­sul­tant für Price­wa­ter­house­C­oop­ers aber auch intern als Com­pen­sa­tion Expert, HR Busi­ness Part­ner oder glob­al in der Ver­ant­wor­tung als HR Leader für eine Indus­trie. Ich hat­te somit die Gele­gen­heit die ganze Bre­ite von HR ken­nen­zuler­nen und in die aktuelle Rolle einzubrin­gen.

Vor welche Herausforderungen werden aus deiner Sicht Recruiter und Unternehmen in den kommenden Jahren gestellt was die Akquise von neuem Personal angeht?

Es wird zunehmend schwieriger, die Men­schen mit den richti­gen Skills an Board zu holen. Ger­ade in den MINT/STEM Bere­ichen, ist die Nach­frage nach gut aus­ge­bilde­ten, erfahre­nen Arbeit­skräften immens gestiegen – es han­delt sich heutzu­tage um einen Arbeit­nehmer­markt. Außer­dem befassen wir uns mit ein­er stark dif­feren­zierten, het­ero­ge­nen Ziel­gruppe von Arbeit­nehmern: Hochschu­la­b­sol­ven­ten, erfahrene Arbeit­nehmerIn­nen, ver­schiedene Gen­er­a­tio­nen und diver­si­fizierte Leben­skonzepte sind dabei nur einige der zu beach­t­en­den  Vari­ablen.

Wie bereitet ihr euch auf diese Herausforderungen vor und welche Lösungsansätze implementiert ihr gegenwärtig oder habt ihr in Planung?

Recruit­ing erfol­gt bei uns ziel­grup­pen­spez­i­fisch. Jün­gere Hochschu­la­b­sol­ven­ten sprechen wir über soziale Medi­en und auf Kar­ri­eremessen an ihren Uni­ver­sitäten direkt an. Online only wird bei uns durch den per­sön­lichen Kon­takt auf Messen und Kar­ri­ereevents ergänzt. Außer­dem beschäfti­gen wir Werk­stu­den­ten, die für uns den engen Kon­takt zu den Hochschulen hal­ten. Zusät­zlich testen wir inno­v­a­tive Konzepte zur Anwer­bung (z.B. truf­fls & tal­entcube) und passen unsere Ange­bote genau auf die Ziel­gruppe an – so bieten wir auch die Möglichkeit des dualen Studi­ums seit Jahren erfol­gre­ich ein.

Um erfahrene Arbeit­nehmerIn­nen für IBM zu gewin­nen, haben wir ein internes Tal­ent Search Team aufge­baut – zusät­zlich arbeit­en wir natür­lich auch mit Exter­nen zusam­men. Durch unsere mod­erne Form des Arbeit­ens – flex­i­bel, mobil, autonom – und unsere zukun­ft­strächti­gen, inno­v­a­tiv­en The­men ste­hen wir aber glück­licher­weise dur­chaus im Fokus am Arbeit­nehmer­markt.

Heute gibt es unterschiedlichste Methoden, um Mitarbeiter zu finden. Wie sucht ihr aktuell nach Personal und welche Methode bewertest du als am erfolgreichsten?

Wir nutzen unsere Kar­ri­ereweb­site, die Sozialen Medi­en, arbeit­en mit Exter­nen zusam­men und haben ein eigenes Tal­ent Search Team aufge­baut. Außer­dem hat IBM ein Mitar­beit­erempfehlung­spro­gramm, das nach dem win-a-friend-Prinzip funk­tion­iert.

Der Chan­nel Mix ist vielfältig; die meis­ten Bewer­bun­gen erhal­ten wir über unser Kar­ri­ere­por­tal; die höch­ste Erfol­gsquote erre­ichen wir über das Mitar­beit­erempfehlung­spro­gramm: wer von einem IBMer emp­fohlen wurde, hat so schon eine Vorse­lek­tion durch­laufen.

Wichtig ist, ziel­grup­pen­spez­i­fisch zu agieren und nach ganzheitlichem Ansatz zu arbeit­en: Ein guter Bewer­ber mag für die eine Stelle nicht das best match sein – aber möglicher­weise für eine andere Auf­gabe genau richtig. Ein enge Zusam­me­nar­beit zwis­chen Fach­bere­ich und Recruit­ing-Abteilung, Flex­i­bil­ität und Weit­blick sind hier essen­tiell.

Was bedeutet für dich modernes Recruiting?

Gelun­gener Chan­nel Mix, Flex­i­bil­ität, durch­dacht­es und ehrlich­es Employ­er Brand­ing, den Her­aus­forderun­gen des Arbeit­nehmer­mark­tes zu begeg­nen, ziel­grup­pen­spez­i­fis­che Ansprache der Bewer­ber, enge Zusam­me­nar­beit von Fach­bere­ich und Recruit­ing-Abteilung, Mut & Neugi­er inno­v­a­tive Wege zu gehen und auch mal zu scheit­ern, eine gute can­di­date expe­ri­ence durch Mon­i­tor­ing und Ana­lyt­ics zu gewährleis­ten sowie der Wille zur kon­tinuier­lichen Opti­mierung.

Welche Rolle spielt dabei Active Sourcing? Welche Erfahrung hast du damit bereits gemacht?

Aktuell haben wir ein eigenes Tal­ent Search Team bei IBM. Dieses inter­na­tionale Team spricht mit­tels Active Sourc­ing Kandidaten/Innen für schwierig zu beset­zende Stellen an. Da es sich im IBMer han­delt, kön­nen sie einen sehr guten Ein­druck ver­mit­teln, welche Jobs es bei uns gibt und welche Vorteile IBM seinen Mitar­beit­ern bietet. Mit diesem Konzept sind wir sehr erfol­gre­ich.

Worin siehst du die Vor- und Nachteile von Active Sourcing?

Active Sourc­ing ist natür­lich zeitaufwändig; da wir aber unser eigenes Team dafür haben, lassen sich Ressourcen bün­deln und die Zeit kann effizien­ter genutzt wer­den. Außer­dem beste­ht über Active Sourc­ing die Möglichkeit, Kan­di­dat­en anzus­prechen, die son­st nicht auf IBM aufmerk­sam gewor­den wären, bzw. sich der Möglichkeit­en bei uns gar nicht bewusst sind. So zum Beispiel für Nis­chen-Jobs, wie den Devel­op­er Advo­cate; einem Mix aus Sell­er und Devel­op­er mit speziellem Fokus auf Start-Ups.

Aktiv auf inter­es­sante Kan­di­dat­en zu zuge­hen heißt natür­lich auch, in Konkur­renz zu dem aktuellen Arbeit­ge­ber zu treten. Hier müssen wir uns immer wieder hin­ter­fra­gen: Wie attrak­tiv sind wir als Arbeit­ge­ber? Wie kön­nen wir weit­er an uns arbeit­en? Diese über­prüfende Kor­rek­tur­funk­tion bringt das Active Sourc­ing auch mit sich.

Was für eine technische Möglichkeit würdest du dir wünschen, um deine Arbeit zu erleichtern?

IBM ist mit dem Wat­son Port­fo­lio sehr gut aufgestellt. Wir nutzen diese AI-Sys­teme bere­its beim Onboard­ing, so haben wir z.B. den Chat­bot CHIP, der Neue­in­steigern Fra­gen beant­wortet. Außer­dem haben die Bewer­berIn­nen die Möglichkeit, auf unser­er Web­site mit Find your Fit ihren Lebenslauf mit den offe­nen Stellen abzu­gle­ichen.

In diesem Bere­ich wird sich noch viel tun. Zukün­ftig wird der Abgle­ich und die Pri­or­isierung von benöti­gen Skills für aus­geschriebene Stellen und Bewer­ber­pro­filen, wie auch die Kan­di­daten­suche am exter­nen Markt weitaus automa­tisiert­er laufen kön­nen und so dem Recruiter viel Zeit sparen.

Abschließend noch eine Frage: Was macht dein Unternehmen besonders? Warum sollte man bei euch arbeiten?

IBM ist ein Unternehmen mit über 100jähriger Tra­di­tion. Trotz und ger­ade wegen unser­er lan­gen His­to­rie, waren wir per­ma­nent Zeuge tech­nis­ch­er Inno­va­tio­nen. Durch unsere Trans­for­ma­tio­nen haben wir es geschafft, auch heute noch ein­er der Welt­mark­t­führer im Bere­ich IT zu bleiben. Für uns geht diese Reise weit­er – näch­ste Sta­tion: Cog­ni­tive & Wat­son, die den Bere­ich AI abdeck­en.

Als Arbeit­ge­ber ist die IBM geprägt von der ganz eige­nen IBM Kul­tur: Diver­si­ty, Flex­i­bil­ität & autonomes Arbeit­en, sowie der Wille Her­aus­forderun­gen anzunehmen und das Beste aus jedem Pro­jekt her­auszu­holen, spie­len für uns eine wichtige Rolle.

In einem so großen, viel­seit­i­gen, inter­na­tionalen Konz­ern gibt es für jeden Einzel­nen die Möglichkeit vielfältige Kar­ri­erep­fade zu beschre­it­en, unendliche Lern­chan­cen zu nutzen und sich so per­ma­nent weit­erzuen­twick­eln.

Das macht IBM für mich zu dem attrak­tivsten Arbeit­ge­ber.

Vie­len Dank für Deine Antworten und die damit ver­bun­dene Zeit.