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Tech-Sourcing jenseits von LinkedIn und XING

Tech-Talente tauchen auf LinkedIn und XING nur halb auf. Welche Fachnetzwerke welche Signale liefern, was bei der Ansprache von Techies anders ist, und wie Du sie erreichst.

Veröffentlicht am 3. Juni 2026 · Talentwunder

Warum LinkedIn und XING für Tech nicht reichen

Der Markt für Tech-Talente ist hart umkämpft: zu wenige Fachkräfte, hohe Gehälter, wechselbereite Kandidat:innen. Reine Stellenanzeigen reichen längst nicht mehr, Active Sourcing ist hier die erfolgreichere Methode. Nur: Wenn alle Recruiter:innen auf LinkedIn und XING suchen, schreiben dort auch alle an. Die gefragtesten Entwickler:innen sind von der Masse an Anfragen so genervt, dass sie schlicht nicht mehr reagieren.

Der Ausweg ist, dort zu suchen, wo der Wettbewerb dünner und das Signal stärker ist: in den Fachnetzwerken, in denen Techies ihre Arbeit zeigen statt nur ihren Lebenslauf zu pflegen. Dieser Artikel zeigt, welche Netzwerke welche Informationen liefern und wie Du sie für Deine Ansprache nutzt.

Was bei Techies anders ist

Tech-Kandidat:innen sind besonders gefragt und werden mit Job-Anfragen geradezu überrannt. Das macht die Zielgruppe nur bedingt kommunikationsfreudig, und es heißt für Dich: mit Sorgfalt vorgehen.

Drei Dinge unterscheiden die Tech-Ansprache vom klassischen Sourcing:

  • Daten und Fakten schlagen den Smalltalk. Techies lassen sich eher mit konkreten Angaben zur Rolle und zum Tech-Stack anlocken als mit dem Vorschlag, direkt zu telefonieren.
  • Skills sind das A und O. Die fachlichen Fähigkeiten gehören ins Zentrum des Anschreibens, nicht ans Ende.
  • Andere Kanäle lohnen sich. Neben den überlaufenen Karrierenetzwerken funktionieren auch E-Mail, Fachblogs oder Communitys, in denen sich die Zielgruppe ohnehin bewegt.

Die Fachnetzwerke und ihre Signale

Jedes Netzwerk zeigt eine andere Seite einer Person. Wer weiß, welches Netzwerk welche Information liefert, kann gezielter suchen und persönlicher ansprechen.

GitHub und GitLab

Was ist das? Plattformen, auf denen Entwickler:innen ihren Quellcode speichern und verwalten.

Wen finde ich? Developer und Entwickler:innen, vom Frontend bis zur Infrastruktur.

Welche Informationen sehe ich? Die Coding-Projekte der Mitglieder inklusive des kompletten Skill-Sets und Tech-Stacks, also der Programmiersprachen, die jemand beherrscht. Daraus lassen sich die fachlichen Schwerpunkte direkt ableiten, oft genauer als aus einer Selbstbeschreibung im Karrierenetzwerk.

Scrum Alliance

Was ist das? Die Mitglieds- und Zertifizierungsorganisation der agilen Community.

Wen finde ich? Scrum Master, Scrum Product Owner und Scrum Developer.

Welche Informationen sehe ich? Eine kurze Biografie, Arbeitserfahrungen, Links etwa zu privaten Blogs, teils E-Mail-Adressen und verschiedene Zertifikate. Ideal, um agile Rollen jenseits der reinen Entwicklung zu besetzen.

Academia und ResearchGate

Was ist das? Netzwerke, in denen Forschende sich austauschen und ihre publizierten Arbeiten teilen.

Wen finde ich? Profile aus Feldern mit hoher Promotionsquote, etwa Mediziner:innen, Chemiker:innen, Biolog:innen, Physiker:innen, Mathematiker:innen, Ingenieur:innen und Jurist:innen.

Welche Informationen sehe ich? Den derzeitigen Arbeitgeber, die aktuellen Forschungsbereiche, Publikationen und Fähigkeiten. Stark für hochspezialisierte Rollen, in denen Fachtiefe über die Besetzung entscheidet.

Aus dem Signal die Ansprache bauen

Die Netzwerke liefern den Vorsprung, die Ansprache macht den Unterschied. Für Techies gilt besonders: Meide standardisierte Anschreiben. Schon aus dem Betreff sollte hervorgehen, dass es sich um eine individuelle Ansprache handelt und nicht um eine Massennachricht.

Recherchiere den Hintergrund und baue die konkreten Skills in Deine Nachricht ein. Beziehe Dich auf das Skill-Set und den Tech-Stack der Person und darauf, wie beides zu Eurer offenen Position passt. Von kopierten Job-Links ist abzuraten: Eine Stellenausschreibung wirkt oft eher abschreckend. Beginne stattdessen einen Dialog über Laufbahn und Ziele.

Und vergiss den Mehrwert nicht. Die meisten Techies, die Du ansprichst, sind bereits fest angestellt. Mehr Verantwortung, interessantere Aufgaben im eigenen Schwerpunkt, mehr Gehalt oder bessere Benefits: Zeig konkret, warum sich der Wechsel lohnt.

Alle Netzwerke in einer Suche

Die einzelnen Netzwerke manuell abzuklappern kostet Zeit, die im Tech-Recruiting niemand hat. Genau hier setzt Talentwunder an: eine Suche über 30 Netzwerke parallel, viele der hier genannten inklusive, mit über 200 Mio. Profilen im DACH-Raum. Pro Person entsteht ein Super-Profile, das Code, Publikationen und Karriere-Signale zusammenführt, statt sie in Dutzenden von Browser-Tabs verstreut zu lassen.

So findest Du die Tech-Talente, die auf LinkedIn und XING nur halb sichtbar sind, und sprichst sie mit dem Wissen an, das woanders gar nicht erst auftaucht. Wenn Du das an einer Deiner offenen Tech-Stellen sehen willst, buch Dir eine Demo.