Lassen sich Dating-Apps als Recruiting-Tools nutzen?

Recruiter*innen suchen ständig nach neuen Wegen, um ihre Wunschtalente zu erreichen und testen dabei auch mal ungewöhnliche Methoden. Hast Du zum Beispiel schon einmal versucht, den „Bizz“-Bereich des Tinder-Konkurrenten Bumble zur Kandidatensuche zu nutzen? Dies hat kürzlich die Zeitschrift Personalwirtschaft getan – und hier sind die Ergebnisse für Dich.

Zu Bumble

Bumble ist – ähnlich wie z.B. Tinder oder Parship – eine Plattform zum Netzwerken. Sie enthält drei Bereiche: Dating, BFF (Freundschaft) und Bizz (Geschäft). Der Bereich Bizz ist kostenlos, erlaubt aber nur eine begrenzte Anzahl an Swipes. In der Premium-Version (ca. 15 Euro pro Woche) kannst Du unbegrenzt swipen und z.B. nach Branchen und Berufen filtern. Die Zeitschrift Personalwirtschaft hat Bumble Bizz vier Wochen lang auf Recruiting-relevantes Netzwerken hin getestet.

Wie es funktioniert

Aufgrund seiner Natur als Netzwerk-App bietet sich Bumble Bizz vor allem zur Erstansprache für Talente an. Als Recruiter*in legst Du Dir dort ein Profil an und nennst Deine berufliche Position und vor allem die eigene Intention auf der Plattform. Ähnlich wie beim Dating-Bereich solltest Du Dein Profil kurz halten und nur die wichtigsten Fakten nennen. Vergiss auch nicht, einen Call-to-Action einzufügen, mit dem Kontakt zu Dir aufgenommen werden kann. Das kann entweder Deine E-Mail-Adresse, Deine Handynummer oder z.B. der LinkedIn-Link zu Deinem Profil sein. Und schon kann es losgehen mit dem Netzwerken.

Wie bei vielen anderen Dating-Apps auch, wischt man bei Bumble Bizz nach rechts, um sich zu vernetzen und nach links, wenn man keinen Austausch wünscht. Im Test stellte sich heraus, dass der tägliche Zeitaufwand für das Vernetzen bei etwa 30 Minuten liegt. In dieser Zeit nimmt man andere Profile in Augenschein, wischt nach rechts oder links und schreibt Nachrichten. Achtung, der Algorithmus der App bestraft Nutzer*innen, die nicht täglich online sind: das eigene Profil wird seltener bei anderen User*innen angezeigt.

Wen man trifft

Neben Menschen aus dem Marketing trifft man bei Bumble Bizz laut Personalwirtschaft vor allem IT-Fachkräfte, Menschen aus der Krypto-Szene und HR-Fachkräfte. Darunter sind sowohl sehr junge Talente als auch erfahrene Fachkräfte. Zum Austausch kam es beim Test übrigens nur dann, wenn die Initiative selbst ergriffen wurde. Empfohlen wird, beim Erstkontakt eine Sprachnachricht anstelle einer Textnachricht zu schreiben, damit die Antwortrate höher ist.

Ob sich aus den Kontakten dann wirklich Kandidat*innen für die eigene Recruiting-Pipeline entwickeln, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Sucht die Person das, was Dein Unternehmen anbietet? Gibt es trotz Remote Arbeit eine größere räumliche Distanz, die einer Zusammenarbeit im Wege stünde? usw.

Fazit

Bumble Bizz bietet sich nicht als Haupttool zum Recruiting an. Es lohnt sich derzeit eher zum Netzwer-ken und für das Employer Branding. Du erhöhst damit die Bekanntheit Deines Unternehmens und bist Vorreiter auf einer Plattform, die noch nicht viele Recruiter*innen für sich entdeckt haben. Und findest dabei eventuell auch das ein oder andere Talent.

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Dein Talentwunder-Team